Tabellenschlusslicht Laatzen bringt den Spitzenreiter an den Rand einer Überraschung
Es war das klassische Duell „David gegen Goliath“, doch am Samstagabend im Düsseldorfer Rheinbad waren die Rollen zeitweise kaum zu unterscheiden. Die SpVg Laatzen 1894, aktuell das Schlusslicht der 2. Wasserball Bundesliga, lieferte dem unangefochtenen Tabellenführer Düsseldorfer SC 1898 einen leidenschaftlichen Kampf und brachte den Favoriten über weite Strecken der Partie gehörig ins Schwitzen.
Furioser Start: Laatzen schockt Düsseldorf
Die Gäste aus Laatzen starteten mit einer taktischen Disziplin und Spielfreude, die den Tabellenführer sichtlich überraschte. Nachdem Düsseldorf zwar den ersten Treffer markierte, übernahm die SpVg das Kommando. Durch Tore von Sven Grüneberg und Lajos Lautenbach drehte Laatzen das Spiel und ging mit einer völlig verdienten 5:4-Führung aus dem ersten Viertel. In dieser Phase war vom Klassenunterschied nichts zu spüren; Laatzen agierte auf Augenhöhe und nutzte die Unkonzentriertheiten in der Düsseldorfer Abwehr konsequent aus.
Schlagabtausch bis zur Mitte des Spiels
Auch im zweiten Spielabschnitt steckte die Mannschaft von Trainer Andreas Schulze-Kopp nicht zurück. Als Düsseldorf versuchte, das Spiel an sich zu reißen, konterte Laatzen postwendend und sorgten dafür, dass die Niedersachsen bis zur Halbzeit ein beachtliches 7:7-Unentschieden hielten. Der Tabellenführer wirkte zu diesem Zeitpunkt sichtlich nervös, was die zahlreichen persönlichen Fehler auf Seiten der Gastgeber unterstrichen.
Hitzige Schlussphase und ein stolzer Auftritt
Erst im dritten Viertel konnte der Favorit durch einen 4:0-Lauf seine individuelle Klasse ausspielen und sich auf 11:7 absetzen. Doch selbst in dieser Phase und trotz steigender Spannungen am Beckenrand – die in einer Gelben Karte gegen die Gast-Mannschaft und einer Roten Karte gegen den Trainer gipfelten – gab sich Laatzen nie auf. Im letzten Viertel kämpfte sich die SpVg noch einmal heran und bewies eine Moral, die im Tabellenkeller ihresgleichen sucht.
Fazit: Ein Signal an die Konkurrenz
Obwohl die Partie letztlich mit 13:9 für Düsseldorf endete, fühlte sich der Sieg für den Tabellenführer mühsamer an, als es das Ergebnis vermuten lässt. Die SpVg Laatzen hat gezeigt, dass sie auch gegen die Elite der Liga mithalten kann, wenn die Einstellung stimmt. Mit dieser Leistung dürfte der Klassenerhalt für das Team aus Niedersachsen nur eine Frage der Zeit sein.
Die Leistungsträger der SpVg Laatzen:
- Doppeltorschützen: Sven Grüneberg, Joscha Bertram und Torben Weiterer.
- Kämpferische Akzente: Lajos Lautenbach, Kolja Bertram und Marius Greines mit jeweils einem Treffer.
- Defensiv-Arbeit: Igor Gula hielt die Mannschaft mit wichtigen Paraden lange im Spiel.
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